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Tattoosünde in ein Kunstwerk verwandeln: Das Cover-Up

Tattoosünde in ein Kunstwerk verwandeln: Das Cover-Up

Tattoos gehören zu einer Form des Körperschmucks, die sich durch alle Gesellschaftsschichten zieht. Jeder zehnte Deutsche verleiht unterdessen seiner Individualität mit einem Tattoo mehr Ausdruck. Doch Fakt ist auch, dass rund zwei von zehn Kunden, die sich ein Tattoo stechen ließen, mit ihm früher oder später aus verschiedensten Gründen unzufrieden sind. Sei es eine Jugendsünde, ein verblasstes Motiv oder ein handwerklich schlecht ausgeführtes Werk: Cover Ups können unschöne Schandflecken auf der Haut in echte Hingucker verwandeln.

Die hohe Kunst des Tätowierens: Cover Ups nur vom absoluten Profi stechen lassen

Die allerwichtigste Grundregel für ein Cover Up: Lasse ausschließlich einen Vollprofi mit viel Erfahrung ran. Cover Ups bieten unterdessen zwar nahezu jedes Tattoostudio an, doch diese besondere Kunstform will gelernt sein. Hochprofessionelle Künstler, wie die des Anansi Tattoostudio in München betonen: “ Zeiten, Menschen, Einstellungen ändern sich – aber auch Farben Equipment und handwerkliches Können sind heute auf einem völlig anderen Level als noch vor Jahren.“ Ohne ausreichende Erfahrung des Tattookünstlers kann ein Cover Up in einer neuen Tattoosünde enden!

Eine neues Motiv finden: größer, dunkler, besser

Allgemein lässt sich formulieren, dass Cover Ups zumeist deutlich größer als die ursprüngliche Tattoosünde ausfallen. Erfahrene Tätowierer rechnen meist mit einer dreifachen Vergrößerung des Originals. Hinzu kommt, dass ein Motiv mit möglichst dunklen und stark pigmentierten Tönen ausgewählt werden muss. Schwarz, Blau oder Grüntöne bieten sich an, wohingegen helle Farben wie Gelb, Rot oder Weiß nur wenig decken. Außerdem raten die Experten zu Motiven, welche im besten Fall nur wenig „Leerstellen“ aufweisen, um tatsächlich ein Überstechen des Originals zu ermöglichen. Cover Ups werden meist tiefer gestochen, als das ursprüngliche Motiv. Teilweise muss das neue Tattoo in bis zu drei Schichten gestochen werden.

Nicht immer muss es ein Cover Up sein, es gibt Alternativen

Vielfach denken Menschen, die sich aufgrund ihres Tattoos in ihrer Haut nicht mehr wohlfühlen, über das Lasern der Tätowierung nach. Dies ist in der Tat eine Option. Jedoch geht sie teilweise mit Schmerzen und einer Pigmentveränderung einher und ist zudem recht preisintensiv. Nicht immer bedarf es bei der Verschönerung eines unliebsamen Tattoos eines ganzen Cover Ups. Mitunter reicht es bereits aus, verblasste Linien nachzuarbeiten, Farben aufzufrischen oder realistisch wirkende Schattierungen einzufügen. Auch kann das Original in eine neue Tätowierung integriert werden. Eine besonders außergewöhnliche Form des Cover Ups stellt das Blast Over Tattoo dar. Hierbei wird zwar eine neue Tätowierung über das Original gestochen, doch das alte bleibt bewusst sichtbar.

Tipp: Cover Ups eignen sich auch für das Überdecken von Narben, Schwangerschaftsstreifen oder von Selbstverletzungen. Allerdings sollte auch in diesen Fällen nur ein absoluter Profi Hand anlegen. Immer geht einem Cover Up ein ausführliches Beratungsgespräch voraus, bei welchem der Tattookünstler im Detail das neue Motiv sowie die Grenzen des Machbaren erläutert. Bei mehrfachen Cover Ups sollte in jedem Fall im Voraus ein Dermatologe konsultiert werden.

Fazit: Cover Ups eignen sich, um Tattoosünden in echte Kunstwerke zu verwandeln. In jedem Fall ist es ratsam, ausschließlich sehr erfahrene Künstler das neue Motiv stechen zu lassen. Dieses fällt in aller Regel größer und dunkler als das Original aus.

Quelle: Hautarztzentrum Kiel: Mit Laserlicht gegen Körperschmuck / www.hautarztzentrum-kiel.de

Tattoosünde in ein Kunstwerk verwandeln: Das Cover-Up
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