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Stangerbad: Vollbad mit Gleichstrom

Je nach Art der Beschwerden kann ein Bad wahre Wunder wirken. Allerdings sind Bäder und Teilbäder nicht bei allen Arten von Beschwerden angezeigt. Deshalb ist es bei ernsten Beschwerden immer empfehlenswert, zunächst ärztlichen Rat einzuholen. Manche Anwendungen wie beispielsweise ein Stangerbad können nur vom Arzt verschrieben oder im Rahmen einer Bäderkur durchgeführt werden.

Zu den Kuranwendungen, die in zahlreichen Badeorten und Kurhotels angeboten werden, zählen unter anderem klassische physikalische Therapien, Wellness-Angebote, alternative Heilmethoden sowie Thalassotherapien. Vielfach werden hydrotherapeutische Maßnahmen wie Bäder, Packungen und Inhalationen angeboten, physikalische Therapien wie Massagen, Krankengymnastik sowie Elektro- und Wärmebehandlungen, außerdem sportliche Betätigungen wie Schwimmen, Wandern und Gymnastik.

Stangerbad

Das Vollbad mit Gleichstrom wurde nach Johann Jakob Stanger (1843-1909) benannt. Beim Stangerbad wirkt Gleichstrom auf den Körper ein. In die Seitenwand sowie an den Kopf- und Fußenden einer speziellen Wanne sind zu diesem Zweck Elektroden eingebaut, über die der Strom in das Wasser geleitet wird. Das Badewasser beim Stangerbad hat etwa eine Temperatur von 35-39 Grad Celsius.

Der Strom wird so reguliert, dass der Patient im Wasser während der etwa 15-20 minütigen Anwendung nur ein leichtes Kribbeln verspürt. Die Einwirkung des Stroms bewirkt eine verstärkte Durchblutung der Haut und der tiefer gelegenen Muskeln. Angewandt wird das Stangerbad vor allem bei Erkrankungen des Bewegungsapparates.

Eine Variante des Stangerbades ist das Vierzellenbad. Dabei werden Arme und Unterschenkel in vier separate Wannen getaucht, die jede für sich unter Strom gesetzt wird. Auch beim Vierzellenbad kann der Strom nach Bedarf reguliert und variiert werden. Eingesetzt wird das Vierzellenbad vor allem bei Schmerzen und Durchblutungsstörungen.

Elektrische Effekte

Der durch den Körper fließende Gleichstrom hat eine durchblutungsfördernde Wirkung. Zudem verändert sich der chemische Zustand im Gewebe. Dies führt zu einer Erregung der Nervenenden in der Muskulatur des Körpers, wodurch das zentrale Nervensystem eine verstärkte Reaktion zeigt. In Folge dessen können Schmerzen im Bewegungsapparat, beispielsweise schmerzhafte Muskelverspannungen, Hexenschuss oder Ischias gelindert oder völlig beseitigt werden.

Mechanische Effekte

Ein Vorteil dieses Vollbades ist der Auftrieb im Wasser. Dadurch reduziert sich die auf den Körper einwirkende Schwerkraft, so dass die Muskeln, Gelenke und Bänder entlastet werden. Gleichzeitig kann sich die Muskulatur entspannen. Da der Druck des Wassers auf den Körper ein erhöhtes Zurückfließen des Blutes aus den Beinvenen zum Herz hin bewirkt, wird dadurch für eine aktivere Herztätigkeit gesorgt.

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Thermische Effekte

Im 35-39 Grad warmem Wasser kommt es zu einer verstärkten Durchblutung. Aufgrund dessen kommt es zu einer Verbesserung des Stoffwechsels, die Gelenkflüssigkeit kann besser fließen, so dass die Beweglichkeit der Gelenke zunimmt. Zudem werden die Schmerzen verringert.

Anwendungsgebiete

Das Stangerbad wird häufig bei folgenden Beschwerden und Erkrankungen angewandt: Arthrosen, Hexenschuss, Ischias, Muskelschmerzen und Muskelverspannungen, sowie Erkrankungen der Wirbelsäule.

Nicht angewendet werden darf das Stangerbad bei Herzschwäche, Herzklappenfehlern, Atemwegserkrankungen, Frischen Bein- und Beckenvenenthrombosen und Hauterkrankungen mit großflächig offenen Stellen.

Nach einem Stangerbad ist unbedingt Nachruhe erforderlich.

Alternative: Vierzellenbad

Alternativ zu einem Stangerbad kann das Vierzellenbad angewandt werden, da bei diesem im Gegensatz zum Stangerbad sehr viel weniger Wasser verbraucht wird. Das Vierzellenbad gehört ebenfalls zu den hydroelektrischen Bädern. Auch bei diesem wird ein kontinuierlich fließender Gleichstrom im Wasser eingesetzt. In den vier mit Wasser gefüllten Wannen sind zu diesem Zweck Elektroden angebracht. Arme und Beine werden nun jeweils in eine der Wannen eingetaucht.

Angewendet wird das Vierzellenbad unter anderem bei Erkrankungen der peripheren Nerven oder bei schmerzhaften rheumatischen Erkrankungen. Das Ziel der Behandlung ist es, zum einen eine bessere Durchblutung der Haut und damit eine Entspannung der Muskulatur und zum anderen eine Linderung von Schmerzen zu erreichen.

Anbieter Wellness, Stangerbad, Vierzellenbad und Zweizellenbad:

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Bad Clevers
Clevers 1
D-87730 Bad Grönenbach
Tel. +49 (0) 83 34 / 60 90
Fax +49 (0) 83 34 / 60 91 07
E-Mail info@badclevers.de
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Telefon +49 (0) 8845/120
Fax +49 (0) 8845/9695
E-MaiL:info@parkhotel-bayersoien.de
Website: http://www.parkhotel-bayersoien.de/

Diese Informationen sind ausschließlich für Interessierte gedacht. Keinesfalls sind die vorliegenden Informationen als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Sie ersetzen weder eine ärztliche Diagnose, noch eine Konsultation beim behandelnden Arzt oder Heilpraktiker. Es wird keine Haftung für Schäden irgendeiner Art übernommen, die direkt oder indirekt aus der Verwendung dieser Informationen entstehen.

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