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Solarium und Sonnenbank: ein Ratgeber

Solarium und Sonnenbank: ein Ratgeber
Sonnenbank, Foto © jeffwqc - Fotolia.com

Das Thema Solarium spaltet häufig die Meinungen. Die Einen befürworten den Besuch im Sonnenstudio, die Anderen sind strikt dagegen. Bei einem maßvollen Umgang mit der Bräune aus der Steckdose ist sicherlich nichts gegen die Benutzung der Sonnenbank einzuwenden. Speziell im Herbst und Winter nutzen viele ein Solarium, um sich ihre Dosis Licht zu gönnen. Licht ist wichtig für den Menschen.

Denn gerade das natürliche Sonnenlicht mit all seinen Strahlungsanteilen hat für den Menschen gesundheitsfördernde Aspekte. Durch einen bewussten und sorgsamen Umgang mit Licht, sei es natürliches Sonnenlicht oder Licht aus der Steckdose, können Immunsystem und Psyche gestärkt werden. Beispielsweise wird das vom Körper benötigte Vitamin D unter UV-Einwirkung gebildet. Eigentlich ist der Begriff Vitamin nicht korrekt, da es sich um ein Hormon handelt, das mit zahlreichen lebenswichtigen Eigenschaften aufwarten kann. Vitamin D ist unter anderem wichtig für den Knochenstoffwechsel, die Funktion des Nerven- und Muskelsystems und die Regulierung des Kalzium-Spiegels im Blut.

Mittlerweile werden UV-Therapien in der Medizin bei zahlreichen Erkrankungen eingesetzt. Ultraviolettes Licht kann zur begleitenden Therapie beispielsweise bei Ekzemen, Psoriasis oder Neurodermitis angewandt werden. Allerdings wirken sich die UV-Therapien in der Regel nicht nur bei den vorgenannten Erkrankungen positiv aus, sondern können positive Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System oder Wechseljahrsbeschwerden haben. Als Begleitbehandlung bei Depressionen haben sich UV-Therapien bewährt. Gerade in der dunkleren Jahreszeit nutzen deshalb viele Menschen den Gang ins Sonnenstudio, um sich durch das Licht unter den Solariumröhren ihren Gute-Laune-Kick zu holen. Wer allerdings außerhalb der medizinischen Therapien ein Solarium besucht, sollte nie das Risiko Hautkrebs außer Acht lassen. Seit dem 01. Juli 2008 können sich gesetzlich Versicherte ab einem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre auf Hautkrebs untersuchen lassen. Wird die Krankheit frühzeitig erkannt, können rechtzeitig Behandlungsmöglichkeiten eingeleitet werden und es bestehen gute Heilungschancen. Wer sich einer Früherkennungsuntersuchung auf Hautkrebs unterziehen möchte, sollte darauf achten, dass der Arzt berechtigt ist, ein Hautkrebsscreening im Rahmen der Vertragsleistung durchzuführen. Zusätzlich zu dieser Früherkennungsuntersuchung bieten spezialisierte Ärzte im Rahmen der individuellen Gesundheitsleistungen weitere Untersuchungen zur Hautkrebsfrüherkennung an.

Bei all den positiven Eigenschaften, die das Licht auf den menschlichen Körper hat, sollte immer eine Dosierung in Maßen eingehalten werden. Wie gefährlich eine zu starke UV-Bestrahlung sein kann, weiß sicherlich jeder, der bereits einmal einen Sonnenbrand hatte. Die Haut rötet sich und je nach dem Grad der Verbrennung bildet sie Blasen. In schlimmen Fällen wird die Haut nachhaltig geschädigt, wobei die Schädigung unter anderem von der Dauer der Bestrahlung, der Energie des UV-Lichts und dem Eindringen des Lichts ins Gewebe abhängt. Deshalb warnen Mediziner immer wieder vor übermäßigem Genuss des natürlichen oder künstlichen Sonnenlichts. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Interessierte auf den Seiten der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e.V. http://www.unserehaut.de/de/.

Wer nicht auf einen Besuch im Solarium verzichten möchte, sollte sich auf jeden Fall vorher informieren, inwieweit das Sonnenstudio über ausgebildetes Fachpersonal verfügt und ob es sich bei dem Sonnenstudio um ein „Geprüftes Sonnenstudio“ handelt. Diese Sonnenstudios wurden nach den Kriterien des Bundesamtes für Strahlenschutz zertifiziert, wobei sie unter anderem einen definierten Gerätestandard einhalten müssen. Darüber hinaus werden die hygienischen Bedingungen in diesem Solarium, die fachliche Qualifikation der Mitarbeiter sowie der Service, die Beratung und Kundeninformation durch diese Mitarbeiter überprüft. Allerdings ist in solch einem zertifizierten Sonnenstudio immer ein maßvoller Umgang mit der Sonnenbank einzuhalten. Zum Schutz der Augen sollte immer eine Schutzbrille getragen werden. Parfüm und Make-up werden vor dem Besuch im Solarium entfernt, da dies zu Pigmentstörungen und Hautreizungen führen kann. Tipp: Benutzen Sie vor dem Solarium Pre Solar Lotion für ein schnelleres Bräunungsergebnis.

Zum Schutz der Gesundheit ist ein Sonnenbrand unbedingt zu vermeiden. Auch wenn die Zeit unter dem Solarium sehr kurz erscheint, das qualifizierte Personal in einem zertifizierten Sonnenstudio richtet sich bei der Beratung nach den vorliegenden Empfehlungen, die je nach Hauttyp unterschiedlich ausfallen. Eine längere Besonnung unter den Röhren führt nicht zu schön gebräunter Haut, sondern schädigt das Gewebe durch zu starke und lang anhaltende Bestrahlung. Wer also nicht auf den Besuch im Solarium verzichten möchte, sollte sich auf jeden Fall an ein zertifiziertes Sonnenstudio wenden, in dem das Fachpersonal informiert und berät. Selbstbedienungsstudios, die mit Münzautomaten funktionieren, sind prinzipiell zu meiden. Wer Medikamente einnimmt oder unter einer Hautkrankheit leidet, sollte vor der UV-Bestrahlung im Solarium unbedingt ärztlichen Rat einholen.

Aber wie findet man nun das richtige Sonnenstudio? In welchem Solarium kann man sich darauf verlassen, dass die Geräte geprüft und die Hygienestandards eingehalten werden? Zertifizierte Solarien zeigen dies bereits von außen durch einen Aufkleber. Wer demnächst in den Urlaub fährt und neben Beauty, Wellness und Sauna einen Solarium-Besuch einplanen möchte, kann sich auf dieser Seite http://www.photomed.de/Zertifizierte_Studios.zertifizierte_studio.0.html (Photomed Bundesfachverband Solarien und Besonnung e.V.) über zertifizierte Sonnenstudios – geordnet nach Postleitzahlen – informieren.

Zum Schluss noch einige Informationen über Sonnenbrand. Ihn sollte man durchaus nicht auf die leichte Schulter nehmen, weder beim Bräunen in der Sonne noch beim Sonnen unter dem Solarium. Zwar weiß jeder, dass eine gewisse Einwirkzeit der Sonne nötig ist, um einen Sonnenbrand zu bekommen, allerdings wird diese Zeit meist unterschätzt. Zeigt die Haut bereits Rötungen, ist die Sonnenbrandschwelle überschritten und ein Sonnenbrand kann die Folge sein. Diese Sonnenbrandschwelle ist individuell verschieden und hängt vom jeweiligen Hauttyp ab. Eine generelle Einteilung in spezielle Hauttypen ist allerdings nicht möglich, da die Übergänge fließend sind. Unterschieden werden die Hauttypen I bis IV, wobei Menschen mit dem Hauttyp IV weitgehend von Sonnenbrand verschont bleibt.

Besonders Kinder müssen ausreichend vor UV-Strahlung geschützt werden. Ein Besuch im Solarium ist für Kinder und Jugendliche keinesfalls ratsam. Beim Aufenthalt im Freien sollten Kinder immer besonders vor starker Sonneneinstrahlung geschützt werden: mit entsprechender Kleidung, geeignetem Sonnenschutzmittel und ausreichend Schatten. Aber nicht nur Kinder sollten vor einem Übermaß an UV-Strahlung geschützt werden. Erwachsene sollten sich der Risiken bewusst sein und auf einen maßvollen Umgang mit der Sonne achten. Ständiges ausgiebiges Bräunen fördert nicht nur Sonnenbrand, sondern kann zu vorzeitiger Hautalterung und Hautkrebs führen.

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