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Meditation: Transzendentale Meditation, Yoga und Zen

Meditation: Transzendentale Meditation, Yoga und Zen
Meditation, Foto © Brigitte Bohnhorst-Simon - Fotolia.com

Als Meditation wird die gewollte Bewusstseinsveränderung bezeichnet. Sie wird durch innere Ruhe und ein “In sich selbst Versinken”gezielt herbeigeführt. Der Wortstamm Meditari kommt aus dem Lateinischen und bedeutet nachdenken, in sich gehen, auf etwas (nichts bestimmtes) sinnen.

Bei der Meditation wird die totale Reizausblendung angestrebt, der Meditierende konzentriert sich nur auf sich selbst, auf eine Bewusstseinsveränderung, die Verlagerung des Bewusstseins von einer aktiven, auf eine passive Konzentrationsebene. Das größte Ziel der Meditation besteht darin, die eigenen Grenzen, die Grenzen des Körpers und die geistigen Grenzen zu überwinden.
Beim Meditieren sitzt der Meditierende nicht nur in einer einzigen Position. Ungewöhnliche und vor allem ungewohnte Körperhaltungen bezwecken, dass entstehender Schmerz ertragen, überwunden und nach einem meist längeren Zeitraum nicht mehr wahrgenommen wird. Gleichzeitig werden ganz spezielle Atmetechniken angewandt, die Aufmerksamkeit wird entweder auf bestimmte Objekte gerichtet oder ganz offen auf die ganze Welt. Dies bewirkt den meditativen Zustand und die Überschreitung körperlicher Grenzen.
Lange Zeit galt Meditation als “Spinnerei” und wurde oft belächelt. Heute wird sie therapeutisch als Entspannungstechnik genutzt und zur Verbesserung sowohl der geistigen, als auch der körperlichen Fitness eingesetzt.
Um während der Meditation zu vollkommener Ruhe zu finden, muss sich der Meditierende ganz bewusst auf seine Atmung konzentrieren. Schweifende Gedanken werden gebündelt auf die Vorgänge beim Atmen gerichtet (der Körper weitet sich beim Einatmen, die Lungen werden gefüllt, der Körper erschlafft beim Ausatmen, usw.). Durch das Fokussieren auf diesen einen Vorgang sollte es zu völliger Entspannung kommen, zum Abschalten von Alltagsproblemen und täglicher Belastung, zur Verbesserung der Entspannungsfähigkeit und zur Gewissheit, sämtlichen Problemen innerlich gelassen gegenüber treten zu können.

Historisches

Laut alter indischer Zeugnisse reicht die Meditation bis ins Jahr 2000 v.Chr. zurück. Die gleichen Schriften gelten als Grundlage für Yoga und Ayurveda. Meditation war von sehr großer Bedeutung für die damals lebenden Menschen. Sie waren unentwegt darum bemüht, ihr Bewusstsein in die spirituelle Welt zu erheben.
Der Taoismus in China brachte verschiedene Formen der Meditation hervor und der Zen-Buddhismus lässt sich darauf zurückführen. In jüdischen, christlichen und islamischen Traditionen sind meditative Praktiken, wie das Gebet, der Sufismus, die Askese und Kabbala weit bekannt.
Im Laufe der Geschichte diente die Meditation immer mehr der geistigen und körperlichen Entspannung, das Hauptaugenmerk liegt nicht mehr nur auf dem Wechsel der Bewusstseinsebenen.

Die Formen der Meditation

Aus verschiedenen Schulen und Religionen haben sich verschiedene Formen und verschiedene Techniken der Meditation entwickelt. Die Meditation selber lässt sich grob in die entfaltende und die konzentrierende Methode unterscheiden.
Die entfaltende Methode zielt darauf ab, eine innere Leere zu schaffen und das Denken vollkommen einzustellen. Bei dieser Methode werden Einflüsse von außen nicht komplett ausgeblendet, allerdings werden sie weder verarbeitet, noch bewertet.
Bei der konzentrierenden Methode werden äußere Einflüsse vollkommen ausgeblendet und der Meditierende versucht, die Konzentration auf einen einzigen Gegenstand zu richten.
Als gesundheitlicher Beitrag gelten die Mediationsarten:

  1. Yoga-Meditation
  2. Zen-Meditation
  3. Transzendentale Meditation

Durch die Yoga-Meditation wird eine völlige Loslösung und ein Zustand großer Klarheit angestrebt. Um diese Ziele zu erreichen, führt der Meditierende zunächst verschiedene Körper- und Atemübungen durch. Sanft übergehend konzentriert er sich dann ganz auf sich, auf sein Innerstes, seinen Zustand. Die weiterhin durchgeführten Atemübungen helfen dabei, zur Ruhe zu kommen, das Denken auszuschalten und letztendlich in sich zu ruhen.

Die Zen-Meditation stammt aus dem Zen-Buddhismus und wird sitzend oder langsam gehend ausgeführt. Bei dieser Form wird eine totale “Leere” im Kopf angestrebt. Die Meditation wird über mehrere Stunden mit offenen Augen praktiziert und das eigentliche Ziel ist die vollkommene Fokussierung auf sein Innerstes, auf sich selbst.

Die transzendentale Meditation gehört zu den am häufigsten praktizierten. Ziel dieser Methode ist ein erweiterter Bewusstseinszustand. Erreicht werden soll dieser Zustand durch die Konzentration auf ein einzelnes Projekt, beispielsweise ein Mandala-Projekt oder ein Mantra-Projekt. Konzentrationsobjekte können ein Bild sein, ein Satz oder eine bestimmte Klangfolge. Ziel dieser Methode ist die vollkommene Entspannung, welche sich im Idealfall positiv auf die Atmung und den Kreislauf auswirkt. Ein weiteres großes Ziel der transzendentalen Meditation ist die Verringerung oder der Abbau von Ängsten.

Gesundheitliche Anwendungen

Hauptsächlichen Einsatz finden die Meditationsformen bei der Stressbewältigung, bei psychischer Überbelastung und bei daraus entstandenen Krankheiten und Beschwerden.
Sie wird bei chronischen Schmerzen, bei Bluthochdruck, Angststörungen, asthmatischen Beschwerden und bei Schlafstörungen empfohlen und angewandt. Auch bei Drogentherapien wurden dank der Meditation bereits große Erfolge verbucht.

Warnungen

Die Meditation gilt als heilend und entspannend, ist aber nicht für jeden Menschen geeignet. Wird sie professionell und fachgerecht, beziehungsweise sachgemäß durchgeführt, gibt es kaum Risikofaktoren. Die Voraussetzung zur Meditation ist jedoch in jedem Fall geistige Stabilität. Bei Menschen, die unter Depressionen leiden oder psychisch unstabil sind, können die jeweiligen Verfassungszustände noch stärker in eine negative Richtung führen und den totalen Realitätsverlust zur Folge haben.

Meditation: Transzendentale Meditation, Yoga und Zen
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