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Sportmassage: von der Trainingsmassage zur Regenerationsmassage

Sportmassage: von der Trainingsmassage zur Regenerationsmassage
Sportmassage, Foto: © Eric Hatchell - Fotolia.com

Die Sportmassage wird ergänzend zur klassischen Massage angewendet. Es werden dieselben Griffe verwendet, dazu kommen aber weitere Griffe, die speziell auf die Bedürfnisse des Sportlers abgestimmt sind. Damit soll den spezifischen Problemen, die sich durch den Sport ergeben, begegnet werden.

Die Sportmassage ist zum Beispiel kräftiger als eine übliche Massage, es wird mehr Druck eingesetzt. Der Hintergrund ist der, dass davon ausgegangen wird, dass ein Sportler in seiner gesamten Konstitution robuster ist, als ein „normaler“ Mensch. Der Sportler soll mit Hilfe der besonderen Massage auf die Beanspruchung seines Körpers vorbereitet werden und es soll eine bessere Durchblutung des Körpers erzielt werden. Zur Sportmassage gehen besondere Dehnungsgriffe, die zum Beispiel bei Krämpfen eingesetzt werden können. Die Sportmassage wird in vier einzelne Kategorien unterteilt: die Trainingsmassage, die wettkampfvorbereitende Massage, die Zwischenmassage und die Regenerationsmassage.

1. Die Trainingsmassage

Sie wird eingesetzt, weil davon ausgegangen wird, dass durch das Training Verspannungen im Körper entstehen können. Diese wirken sich negativ aus, zum Beispiel schränken sie die Bewegungsfähigkeit der Gelenke ein. Das Behandlungsziel bei der Trainingsmassage ist also, die Muskulatur zu lockern und zu entspannen. Außerdem sollen damit Verletzungen behandelt werden können. Die Massage soll schonend sein und darf auf keinen Fall Schmerzen verursachen. Anzuwendende Griffe sind Knetungen, Schüttlungen, Lymphdrainage und Dehnungen. Die Massage wird aber nicht vor, sondern erst nach dem Training angewendet und dauert rund eine halbe Stunde.

2. Die wettkampfvorbereitende Massage

Die Massage soll anregend wirken, damit der Körper optimal auf die von ihm verlangte Leistung reagieren kann. Es soll die Grundspannung in den Muskeln erhöht werden. Dabei werden die Muskeln mit kurzen und dehnenden Griffen behandelt, das ist die so genannte Perkussionsmassage. Die Knetungen sind schnell, die Dehnungen kurz. Hinzu kommen Klopfen und Klatschen. Diese Massage wird durchgeführt, ehe sich der Sportler warm macht und sie dauert etwa fünf Minuten.

3. Die Zwischenmassage

Sie dient dem Ziel, die Muskulatur auf die folgende Beanspruchung vorzubereiten. Dabei soll eine Lockerung und ein gewisses Maß an Regeneration der Muskulatur erreicht werden. Natürlich darf diese Massage nicht schmerzhaft sein. Angewendet werden Schüttlungen, schnelle Streichungen und schnelle Knetungen. Wie der Name schon sagt, wird die Zwischenmassage zwischen den einzelnen Phasen eines Wettkampfes durchgeführt und sie dauert etwa eine viertel Stunde.

4. Die Regenerationsmassage

Diese Massage soll der Regeneration der Muskeln dienen und behandelt die Ermüdungssymptome. Außerdem können mit ihrer Hilfe Überlastungsschäden behandelt werden.

Die Regenerationsmassage wird erst durchgeführt, nachdem der Sportler sich abgewärmt hat und sie kann mit anderen Maßnahmen kombiniert werden, wie zum Beispiel Bäder oder Saunagänge. Die Massage selbst soll langsam sein, dabei die Durchblutung und den Rückfluss fördern. Angewendet werden die Lymphdrainage, Schüttlungen und Knetungen, wobei diese langsam sein sollen. Sie sollen dehnend und auflockernd wirken. Diese Art der Massage kommt erst nach einem Wettkampf zum Einsatz und dauert zwischen einer viertel und einer halben Stunde.

Selbstverständlich darf die Sportmassage nur von einem erfahrenen Masseur angewendet werden. Die einzelnen Griffe müssen zu einhundert Prozent sitzen, ansonsten kann sehr viel Schaden an den Muskeln angerichtet werden. Gerade im Profisport haben die Sportler daher ihre eigenen Teammasseure.

Sportmassage: von der Trainingsmassage zur Regenerationsmassage
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