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Sinnliche Massage, Foto © Helmut - Fotolia.com

Klassische Massage und Schwedenmassage

Bereits seit dem Altertum wird die Klassische Massage angewandt und erfreut sich bis heute großer Beliebtheit. Ob bei Schmerzen oder zur Entspannung: Die klassische Massage zählt zu den beliebtesten Massagetechniken.

Bei dieser Massagetechnik wird mit fünf Grifftechniken gearbeitet: Effleurage, Petrissage, Tapotement, Friktion und Vibration. Die klassische Massage kann alleine angewandt werden oder mit anderen Behandlungsformen aus der physikalischen Medizin kombiniert werden.

Unterschieden werden Massagen üblicherweise in Ganzkörper- und Teilmassagen. Die klassische Massage kann als Ganzkörpermassage oder als Rückenmassage, Schulter- und Nackenmassage, Beinmassage, Armmassage oder eine der anderen Teilmassagen ausgeführt werden.

Anwendungsgebiete der klassischen Massage sind u.a. Erkrankungen des Bewegungsapparates, rheumatische Erkrankungen, nach Verletzungen und Operationen.
Bei diesen Erkrankungen treten in der Regel Schmerzen und Verspannungen der Muskulatur auf. Die klassische Massage kann bei der Therapie dazu eingesetzt werden, die Muskulatur zu entspannen und Schmerzen zu lindern.

Bei Muskelkater und Muskelverspannungen (nach körperlicher Belastung) kann die klassische Massage helfen, die Muskulatur zu entspannen und bestehende Schmerzen zu lindern.

Bei Erkrankungen der inneren Organe (Atemwegserkrankungen), Gefäßerkrankungen (Durchblutungsstörungen), Erkrankungen der Verdauungsorgane, Menstruationsbeschwerden und klimakterische Beschwerden kann die klassische Massage als zusätzliche Option in den Therapieplan aufgenommen werden und Hilfestellung leisten.

Bei Stress, psychischen und psychosomatischen Störungen oder Kopfschmerzen kann die klassische Massage einen Beitrag dazu leisten, den eigenen Körper wieder bewusst wahrzunehmen, Entspannung zu erfahren und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern.

Die klassische Massage sollte nicht angewandt werden bei, u.a. Tumoren, lokalen Entzündungen, fieberhaften Erkrankungen und akuten Verletzungen.

Wirkungsweisen der klassischen Massage sind u.a. Entspannung der Muskulatur, Lösen von Verklebungen, lokale Steigerung der Durchblutung, verbesserte Wundheilung, Linderung von Schmerzen, Reduktion von Stresshormonen, Entspannung der Haut und des Bindegewebes, Einwirken auf die inneren Organe über Reflexbögen und Verbesserung des Zellstoffwechsels.

Anwendung der klassischen Massage, Ablauf der Behandlung

Vor einer Massage kann es angezeigt sein, mithilfe Heißluft oder Fango die Muskeln zu lockern und die Durchblutung zu steigern. Danach legt sich der Patient bequem auf eine entsprechende Liege oder nimmt je nach Art der Massage, im Sitzen Platz. Meist wird vom Masseur ein Gleitmittel wie Öl, evtl. mit aromatischen Zusätzen, verwendet, damit die Massage für den Patienten angenehmer verläuft. Dabei wird gleichzeitig die Haut gepflegt.

Anfangs streicht der Masseur sanft über die zu behandelnden Körperstellen und verteilt dabei das Gleitmittel. Danach werden die einzelnen Körperpartien je nach Bedarf stärker massiert. Den Abschluss der Massage bilden leichte, ausstreichende Massagebewegungen. Der Masseur kann während der Massage folgende Grifftechniken anwenden:

Klassische Grifftechniken

Streichen (Effleurage): Die Streichungen werden mit beiden Händen durchgeführt. Bei den parallelen Streichungen werden die Hände wechselseitig gegeneinander verschoben und dabei über die Haut geführt. Bei den Drückungen liegen die Hände nebeneinander und üben dabei einen leichten Druck auf das Gewebe aus.

Zu Beginn der klassischen Massage dienen die Streichungen zur Einstimmung auf die Massage, der Masseur kann Verhärtungen und Verspannungen erspüren und die Muskulatur wird erwärmt. Während der Massage entspannt die Streichung das Muskelsystem.

Kneten (Petrissage): Beim Kneten werden Verspannungen gelöst und die Muskulatur vermehrt durchblutet. Zum Abtransportieren von Stoffwechselprodukten, zum Tonisieren und Entspannen der Muskeln kann das Kneten ebenfalls genutzt werden. Die Muskeln werden beim Kneten gegeneinander verschoben und dabei gedehnt.

Reiben (Friktion): Es werden kleine, kreisende Bewegungen mit dem Daumen und den Fingerkuppen ausgeführt, die bis tief in die Muskulatur reichen können. Auf diese Weise werden harte Knoten, die der Masseur im Muskelgewebe fühlen kann, aufgelöst. Das Reiben erfolgt mit unterschiedlichem Druck.

Klopfen (Tapotement): Beim Klopfen werden die Muskeln entspannt und das Nervensystem angeregt. Der Masseur führt bei dieser Grifftechnik Klopfbewegungen aus und benutzt dabei die äußere Seite seines kleinen Fingers oder die Fingerkuppen. Unterschieden wird zwischen weichem und hartem Klopfen. Das weiche Klopfen wirkt muskelentspannend, hartes Klopfen wirkt anregend.

Erschüttern (Vibration): Der Masseur arbeitet mit den Fingerkuppen oder der Handfläche. Schnelle Handbewegungen, gerichtet auf bestimmte Muskulaturpunkte, sollen eine nachhaltige Entspannung bewirken.

Kostenübernahme durch die Krankenkassen

Gesetzlich Versicherte bekommen für ärztliche verordnete Heilmittel, zu denen Massagen zählen, die Kosten erstattet. In der Regel beträgt der Eigenanteil des Patienten 10 Prozent der Kosten. Zudem zahlt der Patient für die Verordnung 10 Euro. Die Zuzahlung ist dann vom Patienten zu leisten, wenn das Heilmittel in der Arztpraxis oder im Krankenhaus (bei ambulanter Behandlung) erbracht wird. Unter bestimmten Voraussetzungen ist es möglich, eine Befreiung von den Zuzahlungen zu erhalten. Patienten, die eine klassische Massage verordnet bekommen, sollten sich deshalb mit ihrer Krankenkasse in Verbindung setzen.

Patienten, die privat versichert sind, setzen sich am besten vorab mit ihrer Privatversicherung in Verbindung, um die Kostenübernahme zu klären.

Diese Informationen sind ausschließlich für Interessierte gedacht. Keinesfalls sind die vorliegenden Informationen als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Sie ersetzen weder eine ärztliche Diagnose, noch eine Konsultation beim behandelnden Arzt oder Heilpraktiker. Es wird keine Haftung für Schäden irgendeiner Art übernommen, die direkt oder indirekt aus der Verwendung dieser Informationen entstehen.

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