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Ernährungstipps für die Schwangerschaft

Ernährungstipps für die Schwangerschaft

Die Zeit der Schwangerschaft stellt im Leben einer jeden Frau eine besondere Herausforderung für den Körper und die Seele dar. Die fast 10- monatige Phase, in welcher sich das Kind im Mutterleib entwickelt, kann kräftezehrend und beschwerlich für die werdende Mutter sein. Aber auch das Kind ist darauf angewiesen mit wertvollen Nährstoffen, Vitaminen und Spurenelementen versorgt zu werden, damit es sich gesund entwickeln kann. Diese Zufuhr hängt entscheiden von der Ernährungs- und Lebensweise der Frau ab, die das Kind in sich trägt.

Früher geltende Meinungen und Ratschläge während einer Schwangerschaft mehr zu essen sind bereits seit Jahren ernährungswissenschaftlich widerlegt worden. Aber noch immer hält sich hartnäckig der Glaube daran in dieser Zeit für zwei essen zu können. Aber bei einer Schwangeren, die alle Zehn Minuten ihre Persönlichkeit ändert ist das schwer umzusetzen. Entscheidend für eine ausgewogene und nachhaltig gesunde Ernährungssituation der Schwangeren ist jedoch keinesfalls die Menge. Vielmehr sind es die Inhaltsstoffe der zugeführten Nahrung, die der Frau und dem, in der Entwicklung befindlichen, Kind gleichermaßen zugutekommen.

Wie für andere Menschen auch gilt in einer Schwangerschaft auf künstliche Inhaltsstoffe und industriell hergestellte Lebensmittel zu verzichten. Diese enthalten zu viel Salz, zu viele Zuckerarten und Fette, die vom Körper schlecht oder gar nicht verwertet werden können. Diese Inhaltsstoffe werden als „leere Kalorien“ empfunden und bieten dem Körper keinen Mehrwert, sondern führen zu Gewichtszunahme. Eine regelrechte Zunahme an Körpergewicht ist für eine schwangere Frau wichtige, weil dies als Merkmal für die gute Entwicklung des Kindes, Funktionstüchtigkeit des Mutterkuchens und des Fruchtwassers zu sehen ist. All das macht sich ebenfalls auf der Waage bemerkbar, solange es die Frau in sich trägt.

Doch eine übermäßige Gewichtszunahme kann ein ernstes Problem in der Schwangerschaft darstellen. Zum einen kann sich ein Diabetes entwickeln, der letztlich eine Bedrohung für das Kind und die Mutter darstellen kann, und der in einigen Fällen zu einem vorzeitigen Beenden der Schwangerschaft führen kann. Zum anderen leiden Knochen, Sehnen und Gelenke der werdenden Mutter unter der Last des überschüssigen Gewichtes besonders, weil diese unter dem Einfluss der Schwangerschaftshormone leichter dehnbar sind. Bei einem Schwangerschaftsdiabetes ist zu erwarten, dass das Kind eine überdurchschnittliche Größe annimmt, sodass diese Kinder häufig nicht natürlich geboren werden können und ein Kaiserschnitt notwendig wird.

Deshalb sollte eine schwangere Frau ihren Gelüsten auf bestimmte Speisen, die in dieser Zeit völlig normal sind, bewusst nachgehen. Der tatsächliche Energiebedarf des Körpers steigt in der Schwangerschaft nur gering an und rechtfertigt keinen übermäßigen Verzehr von Nahrung. Sie sollte dabei aber achten, dass alle wichtige Nährstoffe über die Zeit aufgenommen werden. Diese Quelle zeigt dabei Nährstoffe auf, die meist vernachlässigt werden.

Angemessen ist es kleinere Portionen zu genießen, und diese mit Obst und ballaststoffreichem Gemüse, etwa mit einem Dip, zu verzehren. Kleine Mengen pro Nahrungsaufnahme zu sich zu nehmen ist besonders für die Zeit zu empfehlen, in der das Gewicht des Kindes und der wachsenden Gebärmutter zunehmenden Druck auf die inneren Organe, also auch auf den Magen, ausübt.

So ist es besonders in den letzten Wochen vor der Geburt ratsam nicht unmittelbar vor dem Zubettgehen zu essen oder reichhaltige Speisen zu sich zu nehmen. In diesem Fall würde das den natürlichen Schlaf stören, der ohnehin in dieser spannenden Zeit vor der Entbindung aufgrund des Bauchumfangs oft nicht durchgängig ist.

Bezüglich von Vitaminen, Mineralien und Proteine ist jedoch auf einen vermehrten Bedarf zu achten. Vitamine unterstützen die natürliche Muskelfunktion, wirken sich positiv auf das Immunsystem aus und schützen die Nervenfunktion. Gerade in einer vorliegenden Schwangerschaft ist das Zuführen von Eisen und Folsäure besonders wichtig. Ein guter Eisenlieferant sind rotes Fleisch und alle roten Obst- und Gemüsesorten, die möglichst reif und frisch verzehrt werden sollten. Das Eisen im Blut sorgt für eine optimale Blutbildung und den Transport des Sauerstoffs im Blut, welcher dem Kind zugeführt wird, und für dessen Entwicklung unabdingbar ist.

wegen des erhöhten Eisenbedarfs wird jeder werdenden Mutter dieser Wert in regelmäßigen Abständen beim Arzt abgenommen und ausgewertet. Oft wird bei einem vorliegenden Mangel das Eisen durch entsprechende Präparate zugeführt, damit eine konstante Versorgung gewährleistet ist.

Die Proteine, also das Eiweiß, ist wichtig für die Neubildung von Zellen, und deshalb besonders während der Schwangerschaft wichtig.

Auf frische Lebensmittel und selbst zubereitete Speisen ist deshalb, in dieser sensiblen Phase, besonders zu achten. Im besten Fall handelt es sich hierbei um Produkte in Bio- Qualität, dabei kann man auch selbst backen damit man keine Zusatzstoffe mit einnehmen muss.

Ein Verzicht, in Bezug auf Nahrungsmittel, gilt während der Schwangerschaft für Milch- und Milchprodukte, die aus Rohmilch, also nicht – pasteurisierter Milch, hergestellt wurden. Des Weiteren gilt ein Verbot für rohen Fisch und rohes Fleisch, rohe Eier und Blauschimmelkäse. All diese Produkte sind zu meiden, weil sie krankmachende Mikroorganismen enthalten können, die sowohl der Frau, als auch dem Kind, Schaden zufügen und der Grund für Behinderungen sein können.

Nicht nur um eine übermäßige Gewichtszunahme zu vermeiden sollte eine Schwangere regelmäßig leichte gymnastische Übungen machen. Auch das Joggen und laufen ist bei einer hervorragenden Gesundheit lange möglich. Dieses regelmäßige Training fördert die Durchblutung, stärkt die Muskeln und baut Stresshormone ab. Durch diese Wirkung kann sich die werdende Mutter so gut entspannen und sich gleichzeitig auf die Geburtsarbeit vorbereiten.

Somit stärken gesunde Nahrungsmittel und ausgleichende Bewegungen Körper und Seele der Schwangeren und haben eine nachhaltig positive Wirkung.

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