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Klimakuren in heilklimatischen Kurorten, Seebädern und Luftkurorten

Klimakuren in heilklimatischen Kurorten, Seebädern und Luftkurorten
Klimakur, Foto © ksp_creative - Fotolia.com

Als Ort mit Heilklima darf sich ein Ort nur bezeichnen, wenn die Luftqualität desselben regelmäßig kontrolliert wird, was zum Beispiel durch den Deutschen Wetterdienst möglich ist. Dieser erstellt dann ein Gutachten und qualifiziert den Ort als einen heilklimatischen Kurort. Für andere Kurorte, wie Seebäder oder Luftkurorte, gelten ebenfalls strenge Kriterien, die mit Hilfe festgelegter Punkte kontrolliert werden. Insgesamt gibt es etwa 6.000 Kurorte in Deutschland.

Die so genannten „Grünen Lungen“ einer Stadt, also Gebiete, die durch Parks oder Gärten begrünt wurden, helfen gerade im Sommer nur bedingt dabei, die Atemluft zu verbessern. Kein Wunder also, dass sehr viele Menschen die gezielte Bewegung und den Aufenthalt an frischer Luft suchen. Dabei ist die Wirkung einer Klimakur natürlich von verschiedenen Faktoren abhängig, wie der Reinheit der Luft, der Feuchtigkeit und der Bewegung sowie Erwärmung der Luft.

Klimaeinteilungen

Für eine Klimakur ist es wichtig, ob es sich um ein Schon- oder ein Reizklima handelt. Als schonend wird zum Beispiel eine sehr reine Luft bezeichnet, die über einen erhöhten Feuchtigkeitsgehalt verfügt. Es spielen die Aerosole eine Rolle, die kleinen Tröpfchen des Wasserdampfs. Vor allem an der See wirken die Aerosole positiv, der erhöhte Salzgehalt verstärkt den Effekt. Es gibt Kurorte, die sich nicht am Meer befinden und dennoch das meerestypische Klima vorweisen können. Es wird mit den so genannten Gradierwerken gearbeitet. Bei denen wird mit Mineralien angereichertes Wasser über ein Geflecht aus Reisig verteilt. Die natürliche Verdunstung tut ihr Übriges und so wird der Salzgehalt der Luft erhöht. Um die Gradierwerke herum führen Wege, die Inhalatorien, in denen die Menschen spazieren gehen können und so die feuchte Luft aufnehmen.

Als Reizfaktoren werden Lufttemperatur und Wind gesehen. Aufgabe des Arztes ist es nun, die einzelnen Einflüsse abzustimmen und individuell für den Patienten die beste Behandlungsmethode festzulegen. Der Arzt muss dafür als Badearzt qualifiziert sein und muss sich durch regelmäßige Weiterbildungen auf dem neuesten Stand der Erkenntnisse halten.

Kurklima im Wald

Auch in Wäldern ist eine Klimakur möglich. Dort ist das Klima besonders arm an Reizen und sehr mild, was vor allem für die Wälder in den Mittelgebirgen und in den Hügellandschaften gilt. Das Waldklima wartet mit einem ausgeglichenen Temperaturspektrum auf, denn es ist am Tage kühler und in der Nacht wärmer als in Gebieten, in denen kein Wald steht. Die Luft ist kühl und sauber, außerdem ist der Wald vor Wind geschützt. In vielen Kurgebieten, die am Wald liegen, befinden sich zudem Solequellen, die für die Therapien einen großen Nutzen haben. Das Waldklima wird vor allem zu Zwecken der Rehabilitation und bei Herz-Kreislauf- sowie bei Atemwegserkrankungen genutzt.

Heilklima an der Küste

Die Luft an der Küste ist meersalzhaltig und sehr rein. Die Sonneneinstrahlung ist sehr intensiv, was den positiven Effekt verstärkt. Klima- und Badekur werden meist miteinander verbunden. Dabei ist die Ostsee als besonders reizarm zu sehen. An der Nordsee ist die Luft zum Beispiel sehr jodhaltig, auch andere Mineralien machen sie zu einer ganz besonders gesunden Luft. Vor allem Atemwegserkrankungen und Probleme mit den Schleimhäuten sowie dem Herz-Kreislauf-System werden hier behandelt.

Informationen finden Sie auf der Seite http://www.paradisi.de/Wellness/Kuren_und_Anwendungen/Klimakur/.

Klimakuren in heilklimatischen Kurorten, Seebädern und Luftkurorten
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