Meditation - Transzendentale Meditation, Yoga- und Zen-Meditation
Allgemeines
Als Meditation wird die gewollte Bewusstseinsveränderung bezeichnet. Sie
wird durch innere Ruhe und ein “In sich selbst Versinken”gezielt
herbeigeführt. Der Wortstamm Meditari kommt aus dem Lateinischen und bedeutet
nachdenken, in sich gehen, auf etwas (nichts bestimmtes) sinnen.
Bei der Meditation wird die totale Reizausblendung angestrebt, der Meditierende
konzentriert sich nur auf sich selbst, auf eine Bewusstseinsveränderung,
die Verlagerung des Bewusstseins von einer aktiven, auf eine passive Konzentrationsebene.
Das größte Ziel der Meditation besteht darin, die eigenen Grenzen,
die Grenzen des Körpers und die geistigen Grenzen zu überwinden.
Beim Meditieren sitzt der Meditierende nicht nur in einer einzigen Position.
Ungewöhnliche und vor allem ungewohnte Körperhaltungen bezwecken, dass
entstehender Schmerz ertragen, überwunden und nach einem meist längeren
Zeitraum nicht mehr wahrgenommen wird. Gleichzeitig werden ganz spezielle Atmetechniken
angewandt, die Aufmerksamkeit wird entweder auf bestimmte Objekte gerichtet oder
ganz offen auf die ganze Welt. Dies bewirkt den meditativen Zustand und die Überschreitung
körperlicher Grenzen.
Lange Zeit galt Meditation als “Spinnerei” und wurde oft belächelt.
Heute wird sie therapeutisch als Entspannungstechnik genutzt und zur Verbesserung
sowohl der geistigen, als auch der körperlichen Fitness eingesetzt.
Um während der Meditation zu vollkommener Ruhe zu finden, muss sich der
Meditierende ganz bewusst auf seine Atmung konzentrieren. Schweifende Gedanken
werden gebündelt auf die Vorgänge beim Atmen gerichtet (der Körper
weitet sich beim Einatmen, die Lungen werden gefüllt, der Körper erschlafft
beim Ausatmen, usw.). Durch das Fokussieren auf diesen einen Vorgang sollte es
zu völliger Entspannung kommen, zum Abschalten von Alltagsproblemen und
täglicher Belastung, zur Verbesserung der Entspannungsfähigkeit und
zur Gewissheit, sämtlichen Problemen innerlich gelassen gegenüber treten
zu können.
Historisches
Laut alter indischer Zeugnisse reicht die Meditation bis ins Jahr 2000 v.Chr.
zurück. Die gleichen Schriften gelten auch als Grundlage für Yoga und
Ayurveda. Meditation war von sehr großer Bedeutung für die damals
lebenden Menschen. Sie waren unentwegt darum bemüht, ihr Bewusstsein in
die spirituelle Welt zu erheben.
Der Taoismus in China brachte verschiedene Formen der Meditation hervor und auch
der Zen-Buddhismus lässt sich darauf zurückführen. In jüdischen,
christlichen und islamischen Traditionen sind meditative Praktiken, wie das Gebet,
der Sufismus, die Askese und Kabbala weit bekannt.
Im Laufe der Geschichte diente die Meditation immer mehr der geistigen und körperlichen
Entspannung, das Hauptaugenmerk liegt nicht mehr nur auf dem Wechsel der Bewusstseinsebenen.
Die Formen der Meditation
Aus verschiedenen Schulen und Religionen haben sich verschiedene Formen und auch
verschiedene Techniken der Meditation entwickelt. Die Meditation selber lässt
sich grob in die entfaltende und die konzentrierende Methode unterscheiden.
Die entfaltende Methode zielt darauf ab, eine innere Leere zu schaffen und das
Denken vollkommen einzustellen. Bei dieser Methode werden Einflüsse von
außen nicht komplett ausgeblendet, allerdings werden sie weder verarbeitet,
noch bewertet.
Bei der konzentrierenden Methode werden äußere Einflüsse vollkommen
ausgeblendet und der Meditierende versucht, die Konzentration auf einen einzigen
Gegenstand zu richten.
Als gesundheitlicher Beitrag gelten die Mediationsarten:
Durch die Yoga-Meditation wird eine völlige Loslösung und ein Zustand
großer Klarheit angestrebt. Um diese Ziele zu erreichen, führt der
Meditierende zunächst verschiedene Körper- und Atemübungen durch.
Sanft übergehend konzentriert er sich dann ganz auf sich, auf sein Innerstes,
seinen Zustand. Die weiterhin durchgeführten Atemübungen helfen dabei,
zur Ruhe zu kommen, das Denken auszuschalten und letztendlich in sich zu ruhen.
Die Zen-Meditation stammt aus dem Zen-Buddhismus und wird sitzend oder langsam
gehend ausgeführt. Bei dieser Form wird eine totale “Leere” im
Kopf angestrebt. Die Meditation wird über mehrere Stunden mit offenen Augen
praktiziert und das eigentliche Ziel ist die vollkommene Fokussierung auf sein
Innerstes, auf sich selbst.
Die transzendentale Meditation gehört zu den am häufigsten praktizierten.
Ziel dieser Methode ist ein erweiterter Bewusstseinszustand. Erreicht werden
soll dieser Zustand durch die Konzentration auf ein einzelnes Projekt, beispielsweise
ein Mandala-Projekt oder ein Mantra-Projekt. Konzentrationsobjekte können
ein Bild sein, ein Satz oder eine bestimmte Klangfolge. Ziel dieser Methode ist
die vollkommene Entspannung, welche sich im Idealfall positiv auf die Atmung
und den Kreislauf auswirkt. Ein weiteres großes Ziel der transzendentalen
Meditation ist die Verringerung oder der Abbau von Ängsten.
Gesundheitliche Anwendungen
Hauptsächlichen Einsatz finden die Meditationsformen bei der Stressbewältigung,
bei psychischer Überbelastung und bei daraus entstandenen Krankheiten und
Beschwerden.
Sie wird bei chronischen Schmerzen, bei Bluthochdruck, Angststörungen, asthmatischen
Beschwerden und bei Schlafstörungen empfohlen und angewandt. Auch bei Drogentherapien
wurden dank der Meditation bereits große Erfolge verbucht.
Warnungen
Die Meditation gilt als heilend und entspannend, ist aber nicht für jeden
Menschen geeignet. Wird sie professionell und fachgerecht, beziehungsweise sachgemäß durchgeführt,
gibt es kaum Risikofaktoren. Die Voraussetzung zur Meditation ist jedoch in jedem
Fall geistige Stabilität. Bei Menschen, die unter Depressionen leiden oder
psychisch unstabil sind, können die jeweiligen Verfassungszustände
noch stärker in eine negative Richtung führen und den totalen Realitätsverlust
zur Folge haben.