Klimakuren in heilklimatischen Kurorten, Seebädern und Luftkurorten
Als Ort mit Heilklima darf sich ein Ort nur bezeichnen, wenn die
Luftqualität desselben regelmäßig kontrolliert wird,
was zum Beispiel durch den Deutschen Wetterdienst möglich ist.
Dieser erstellt dann ein Gutachten und qualifiziert den Ort als einen
heilklimatischen Kurort. Für andere Kurorte, wie Seebäder
oder Luftkurorte, gelten ebenfalls strenge Kriterien, die mit Hilfe
festgelegter Punkte kontrolliert werden. Insgesamt gibt es etwa 6.000
Kurorte in Deutschland.
Die so genannten „Grünen Lungen“ einer Stadt, also Gebiete,
die durch Parks oder Gärten begrünt wurden, helfen gerade im Sommer
nur bedingt dabei, die Atemluft zu verbessern. Kein Wunder also, dass sehr viele
Menschen die gezielte Bewegung und den Aufenthalt an frischer Luft suchen. Dabei
ist die Wirkung einer Klimakur natürlich von verschiedenen Faktoren abhängig,
wie der Reinheit der Luft, der Feuchtigkeit und auch der Bewegung sowie Erwärmung
der Luft.
Klimaeinteilungen
Für eine Klimakur ist es wichtig, ob es sich um ein Schon- oder ein Reizklima
handelt. Als schonend wird zum Beispiel eine sehr reine Luft bezeichnet, die über
einen erhöhten Feuchtigkeitsgehalt verfügt. Hier spielen die Aerosole
eine Rolle, die kleinen Tröpfchen des Wasserdampfs. Vor allem an der See
wirken die Aerosole positiv, hier verstärkt der erhöhte Salzgehalt
den Effekt. Es gibt aber auch Kurorte, die sich nicht am Meer befinden und dennoch
das meerestypische Klima vorweisen können. Hier wird mit den so genannten
Gradierwerken gearbeitet. Bei denen wird mit Mineralien angereichertes Wasser über
ein Geflecht aus Reisig verteilt. Die natürliche Verdunstung tut ihr Übriges
und so wird der Salzgehalt der Luft erhöht. Um die Gradierwerke herum führen
Wege, die Inhalatorien, in denen die Menschen spazieren gehen können und
so die feuchte Luft aufnehmen.
Als Reizfaktoren werden Lufttemperatur und Wind gesehen. Aufgabe des Arztes ist
es nun, die einzelnen Einflüsse abzustimmen und individuell für den
Patienten die beste Behandlungsmethode festzulegen. Der Arzt muss dafür
als Badearzt qualifiziert sein und muss sich durch regelmäßige Weiterbildungen
auf dem neuesten Stand der Erkenntnisse halten.
Kurklima im Wald
Auch in Wäldern ist eine Klimakur möglich. Hier ist das Klima besonders
arm an Reizen und sehr mild, was vor allem für die Wälder in den Mittelgebirgen
und in den Hügellandschaften gilt. Das Waldklima wartet mit einem ausgeglichenen
Temperaturspektrum auf, denn hier ist es am Tage kühler und in der Nacht
wärmer, als in Gebieten, in denen kein Wald steht. Die Luft ist kühl
und sauber, außerdem ist der Wald vor Wind geschützt. In vielen Kurgebieten,
die am Wald liegen, befinden sich zudem Solequellen, die für die Therapien
einen großen Nutzen haben. Das Waldklima wird vor allem zu Zwecken der
Rehabilitation und bei Herz-Kreislauf- sowie bei Atemwegserkrankungen genutzt.
Heilklima an der Küste
Die Luft an der Küste ist meersalzhaltig und sehr rein. Die Sonneneinstrahlung
ist hier sehr intensiv, was den positiven Effekt verstärkt. Klima- und Badekur
werden meist miteinander verbunden. Dabei ist die Ostsee als besonders reizarm
zu sehen. An der Nordsee ist die Luft zum Beispiel sehr jodhaltig, auch andere
Mineralien machen sie zu einer ganz besonders gesunden Luft. Vor allem Atemwegserkrankungen
und Probleme mit den Schleimhäuten sowie dem Herz-Kreislauf-System werden
hier behandelt.
Informationen finden Sie auch auf der Seite http://www.paradisi.de/Wellness/Kuren_und_Anwendungen/Klimakur/.