Heissluft - Therapeutischer Nutzen der Heissluft-Wärmetherapie
Wann wird die Heißluft angewendet?
Zuerst einmal muss gesagt werden, dass nicht immer nur die Heißluft eingesetzt
wird. Sie ist vielmehr Bestandteil der so genannten Wärmetherapie, bei der
sowohl Kälte- als auch Wärmereize zur Behandlung eingesetzt werden.
Die Therapieform mit Heißluft wird auch als Wärmetherapie bezeichnet.
Sie gehört sowohl zu den klassischen Naturheilverfahren, als auch zu den
physikalischen Therapien und sie wird zum Beispiel zum Erreichen einer optimalen
Entspannung eingesetzt, aber auch im Bereich der Physiotherapie. Die Heißluft
wird meist mit Hilfe von Infrarot herbeigeführt.
Therapeutischer Nutzen
Durch den Einfluss von Wärme erweitern sich die Blutgefäße und
der gesamte Körper wird besser durchblutet. Damit geht eine Entspannung
der Muskulatur einher und in Folge dessen werden die Nerven entlastet. Sie leiden
durch verspannte Muskeln und werden regelrecht eingequetscht. Wird nun die Heißluft
auf den Körper gerichtet, leiten die Nervenenden diesen Reiz, also die Wärme,
an das Schmerzzentrum weiter. Dieses signalisiert, bildlich gesprochen, dass
die Schmerzen doch gar nicht so schlimm sind und folglich werden sie auch weniger
stark empfunden. Die Wärme regt außerdem den Stoffwechsel in den Zellen
an, was sich wiederum positiv auf die Produktion von Stresshormonen auswirkt.
Heißluft wirkt weniger intensiv, als zum Beispiel eine Packung mit Fango.
Auch bei der Anwendung dieses Mineralschlamms kommt es darauf an, den Körper
zu entspannen, ihn auf weitere Behandlungen vorzubereiten oder den Wärme-Kälte-Reiz
auszunutzen. Doch nicht jeder verträgt Fango, weil die Erwärmung des
Körpers sehr intensiv ist. Solche Personen können auf Heißluft
als alleinige Therapieform zurückgreifen. So wird Heißluft dann meist
eingesetzt, um den Körper auf die folgenden Massagen vorzubereiten. Er ist
dann entspannt, die Muskeln sind locker und eine Massage kann tiefer wirken.
Zudem wirkt sie nachhaltiger, die Entspannung ist nicht nur momentan spürbar,
sondern noch einige Zeit nach der Behandlung.
Arten der Anwendung von Wärmetherapien
Neben der Heißluft, bei der trockene Hitze auf den Körper einwirkt,
gibt es auch heiße Bäder, Schlammpackungen oder Wickel mit Lehm oder
Moor. Oft werden Wickel und Bäder auch mit Heißluft kombiniert, wodurch
sich eine intensivere Wirkung und damit ein besserer und länger anhaltender
Effekt der Behandlung einstellt.
In dem Zusammenhang sollte die Sauna erwähnt werden. Hierbei handelt es
sich schließlich um nichts anderes, als ein Heißluftbad, wenn auch
nicht in trockener, sondern in feuchter Hitze. Kombiniert wird dieses Heißluftbad
mit einer Kälteanwendung. In der Regel werden mehrere Sitzungen durchgeführt,
damit der Erfolg wirklich spürbar ist.
Was sind Heißlufträume?
Heißlufträume werden Räume genannt, in denen hohe Temperaturen
herrschen und in denen eine geringe Luftfeuchtigkeit vorhanden ist. Daher ist
auch die Sauna hier einzuordnen. In der Sauna wird der Körper durch die
starke Hitzezufuhr erst einmal überwärmt und dann durch die Außenluft
oder auch durch ein Bad wieder abgekühlt.
Das Nutzen der Heißlufträume und das anschließende Abkühlen
des Körpers bewirkt, dass sich dieser besser abhärten lässt und
somit das Immunsystem stärker wird. Nerven und Psyche profitieren ebenfalls
von den Reizen und werden ruhiger und belastbarer.
Heute gibt es verschiedene Arten von Heißlufträumen, wie zum Beispiel
die finnische oder die russische Sauna.
Weitere Informationen
Auf der Seite http://www.paradisi.de/Wellness/Kuren_und_Anwendungen/Thermotherapie/ sind weitere Informationen zur Thermotherapie zu finden.