Eine Ernährungsberatung ist im weitesten Sinne für all
die Menschen gedacht, die sich gesund und abwechslungsreich ernähren
möchten. So drehen sich natürlich in solch einer Beratung
viele Themen um das Essen an sich, allerdings kommen noch zahlreiche
weitere Themengebiete dazu. Eine Ernährungsberatung
informiert über
Essverhalten, allgemeine Lebensführung, Fitness
und Sport. Darüber
hinaus erfahren Interessierte hier viel Wissenswertes über ernährungsphysiologische
und biochemische Zusammenhänge. Auch der Zusammenhang Allergien
und Nahrungsmittel wird angesprochen. Neben Menschen, die Wert auf
eine ausgeglichene Ernährung legen, ist eine Ernährungsberatung
vor allem für die Menschen gedacht, die auf gesunde Weise abnehmen
möchten. So können sie in einer Ernährungsberatung
lernen, welche Lebensmittel gesund sind, wie man sich bewusst ernährt
und wie man auf natürliche Art sein Gewicht reduziert. Da
es in Deutschland immer mehr Menschen gibt, die unter Übergewicht
leiden, bezuschussen die gesetzlichen Krankenkassen Kurse für
eine Ernährungsberatung. Derzeit sind die Begriffe Ernährungsberater/in
und Ernährungstherapeut/in in Deutschland nicht gesetzlich geschützt.
Damit sichergestellt wird, dass die Beratung qualifiziert verläuft,
zertifiziert die Deutsche Gesellschaft für Ernährung ausgebildete
Berater. Diese erhalten nach einer erfolgreich abgeschlossenen Fortbildung/Weiterbildung
das Zertifikat Ernährungsberater/DGE. Viele weitere Informationen
finden Sie auch hier: http://www.ernaehrungheute.de/.
Neben den oben genannten Themenbereichen einer Ernährungsberatung sind weitere
Ziele: die Aufklärung und Beratung zu fehlbedingter Ernährung,
da gerade berufstätige Menschen wenig Zeit und Lust haben, sich am Abend
noch einige Stunden in die Küche zu stellen. Hier gibt die Beratung Tipps,
wie auch bei Stress und Hektik im Berufsleben ein ausgewogenes Essverhalten und
eine leichte, kalorienreduzierte Küche aussehen können. Auch die Motivation
zu einem abwechslungsreichen Essverhalten kommt bei der Beratung nicht zu kurz.
So wird eine bewusste Ernährungsweise angesprochen, um damit nicht nur die
Gesundheit zu erhalten, sondern auch bestehende Beschwerden zu lindern und unter
Umständen
den individuellen Medikamentenverbrauch zu verringern. Eine Ernährungsberatung
deckt also sehr viele Themenbereiche ab, um möglichst viele Menschen zu
erreichen und ihnen eine erfrischende Lebensweise näher zu bringen. Bei
einer Ernährungsberatung bekommen Sie in der Regel auch eine Auswahl von leckeren
Rezepten, darunter auch alkoholfreie
Rezepte.
Vor allem aber richtet sie sich an Menschen, die bereits auf Grund einer Fehlernährung
erkrankt sind oder die an Beschwerden leiden, die durch eine falsche Ernährung mit verursacht wurden. Auch als begleitende Therapie kann die Beratung zur Ernährungsumstellung
informieren. Dies gilt besonders für Menschen, die an Stoffwechselerkrankungen
wie beispielsweise Diabetes mellitus erkrankt sind, bei denen Allergien festgestellt
wurden oder die an Erkrankungen der Verdauungsorgane, Herz- und Kreislauferkrankungen,
Hauterkrankungen, Krebserkrankungen oder Osteoporose leiden.
In der Regel wird eine Ernährungsberatung in kleinen Gruppen oder individuell
als Einzelberatung durchgeführt. Werden die Kosten für die Ernährungsberatung
von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, muss die Beratung durch einen
qualifizierten Kursleiter erfolgen. Vor dem Besuch eines solchen Kurses ist es
ratsam, sich bei seiner Krankenkasse nach einem Kurs für eine Ernährungsberatung
zu erkundigen, da die Krankenkasse anerkannte Kursleiter in der jeweiligen Umgebung
nennen kann. Auch die Kostenübernahme kann bei diesem Gespräch angesprochen
werden. In der Regel ist es so, dass die gesamten Kosten oder ein vorher vereinbarter
Zuschuss nach der Vorlage einer ärztlichen Verordnung, der Teilnahmebescheinigung
an einem Kurs und der Originalrechnung erstattet werden. Über die genauen
Bedingungen wird die jeweilige Krankenkasse individuell informieren.
Im Rahmen der Initiative „Abnehmen mit Genuss“ hat
die AOK in Deutschland ein umfassendes Programm zum Abnehmen ins Leben gerufen.
An diesem Programm können
AOK Mitglieder, aber auch Mitglieder anderer Krankenkassen teilnehmen. Die zwei
wichtigsten Themenpunkte bei dieser Ernährungsberatung sind: sich satt essen
und Fett einsparen anstatt Fettverbrennung durch körperlichen Einsatz. Zusätzlich
steht Bewegung auf dem Plan. Das Expertenteam verrät Tipps und Tricks, die
individuell auf jeden Einzelnen zugeschnitten sind. Das Programm „Abnehmen
mit Genuss“ wurde
für
den dauerhaften Erfolg konzipiert. Es wird eine langfristige Ernährungsumstellung
angestrebt, um so auf gesunde Weise nicht nur Gewicht zu verlieren, sondern dies
auch zu halten. Deshalb dauert dieses Programm zwischen sieben und zwölf
Monaten. Im Gegensatz zu anderen Kursen gibt es bei diesem Programm keine Gruppentreffen.
Damit die Motivation zum Abnehmen steigt,
ist es empfehlenswert, die ganze Familie oder auch Freunde mit in das Programm
einzubinden. Natürlich ist es auch
möglich, sich bei den Kursleitern jederzeit Rat und Unterstützung zu
holen.
Diabetiker können ebenfalls an diesem Programm teilnehmen, da es seit 2004
eine speziell auf Diabetiker zugeschnittene Variante gibt. Da allerdings die
Lebenssituation und die Behandlung bei jedem Diabetiker individuell verschieden
ist, kann es nicht auf jeden angewandt werden. Diabetiker sollten sich deshalb
zuerst an ihren behandelnden Arzt wenden, um sich genauere Informationen darüber
zu holen, ob die Teilnahme an diesem Programm möglich ist.
In welcher Höhe die Kosten für dieses Programm von der AOK übernommen
werden und wie die Teilnahmegebühr zurückerstattet werden kann, darüber
gibt die zuständige AOK Auskunft.
Kurse für eine Ernährungsberatung finden in vielen größeren
Städten statt: Berlin, Bonn, Darmstadt, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg,
Hannover, Leipzig, Nürnberg, Schwerin und in zahlreichen anderen Städten.